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BÜRGERENERGIE THÜRINGEN E.V.

Workshop Bürgerfreunliches Stromverbundnetz

Veranstalter
BürgerEnergie Thüringen e.V.
Datum
11. Oktober 2018 18:00
Veranstaltungsort
Osterburg zu Weida, Weida, Schlossberg 14
Workshop
"Bürgerfreundliches Stromverbundnetz"

am Donnerstag, den 11. Oktober ab 18 Uhr

auf der Osterburg zu Weida (im Balkensaal)
http://www.osterburg-vogtland.eu/

Programm:

Für die Veranstaltung wird das erfolgreich erprobte Format 6 * 6 gewählt: Für sechs Unterthemen je
sechs Minuten Impulsreferat mit anschließend 10 – 15 Minuten Diskussion, um mit dem Publikum
ins Gespräch zu kommen. Zwischendurch für lockere Gespräche eine halbe Stunde Pause und im
Anschluss noch einmal eine halbe Stunde. Schluss gegen 21 Uhr.

0. Einleitung/ Begrüßung
Vorstellung des Themas und Erläuterung des Ablaufes.

I. Unterschied Verbundleitung – Übertragungsleitung
Bedeutung der Sammelschiene bei zentraler Stromversorgung mit Weiterentwicklung zur
Verbundleitung. Historische Beispiele für Übertragungsleitungen: vom Großkraftwerk
Zschornewitz nach Berlin (Georg Klingenberg), vom Walchenseekraftwerk nach München (Oskar
von Miller). Ursprünge des Höchstspannungsverbundnetzes: Nord-Süd-Leitung, Leitung Lehrte-
Borken und Reichssammelschiene. Durch verfügbare Energieträger bedingte
Übertragungsleistungen im Verbundnetz der DDR.

II. Netzebenen
Von der Einbindung von Großkraftwerken bis zur Stromversorgung in Nachrichtennetzen und über
USB-Stecker. Erläuterung der verschiedenen Netzebenen. Darstellung des Netzes der TEAG/ TEN.

III. Gleichstrom versus Wechselstrom
Vom Stromkrieg Edison – Westinghouse bis zur HGÜ-Übertragung. Transformator versus
Gleichstromstromsteller. Elektrochemische Stromspeicherung ist nur für Gleichstrom möglich.

Pause

IV. Zentrale Stromversorgung durch Großkraftwerke
Historische Verdrängung kleiner Stromerzeugungsanlagen durch wirtschaftlichere Großanlagen in
einem leistungsfähigen Verbundnetz mit 3 GW Ausfallreserve. In den Ebenen unterhalb dieses
Verbundnetzes gibt es nur eine Richtung des Stromflusses! Leistungsreserven des Netzes von
50Hertz durch Netzumbau als Alternative zu HGÜ-Projekten (eigene Beteiligung am NEP 2017/30)

V. Bürgerenergie
Bürgerenergie ist dezentral und zunächst technologieoffen; dabei sind Großkraftwerke bestenfalls
für Megastädte denkbar (Hamburg-Moorburg wäre als Bürgerprojekt denkbar, dito Offshore-
Windparks in der Ostsee für Berlin (vorhandene Übertragungsleitung AKW-Lubmin nach Berlin)).
Bürgerenergie würde auch ohne Netzausbau funktionieren, erfordert aber den gleichen Netzumbau
für dezentrale Einspeisung wie die Energiewende. Bei neu errichteten Anlagen liefern Photovoltaik
und Windkraft den billigsten Strom. Die Stärke des Verbundnetzes erhöht den Deckungsgrad.

VI. Konzept der Energiewaben für Bürgerenergieprojekte
Erläuterungen zu Regelzonen, Regelenergie und Bilanzkreisen. Technisch abgegrenzte Netzgebiete
als Smart-Grids mit eigenen Schattenkraftwerken für Dunkelflaute. Netzgebiet/ Energiewabe mit
eigenem Bilanzkreis für Bürgerenergie Thüringer Vogtland. Großakkumulatoren als Quartier-
Speicher, Hausanschlüsse an Gleichspannung?